Solange wir gesund sind, können wir die Quarantäne nutzen, um unser kreatives Potenzial zu stimulieren. Wir nennen es #CREAntäne!

Die andauernde Coronakrise nagt an unseren Nerven. Es heißt Durchhalten, ist aber erschwert dadurch, dass das Ende nicht absehbar ist und Ungewissheit vorherrscht. Willkommen in der Ambiguität.

Da wir ein gemeinnütziger Verein zur Förderung kreativer Kompetenz sind, versuchen wir mit unseren Beiträgen, der Krise mit Inspiration und Kreativität zu begegnen. Heute werden wir noch konkreter und geben in unserem 21. Post kreative Tools weiter, um zurück oder nach vorn zu blicken oder zu aktivieren.

Dabei möchten wir zugleich daran erinnern: Niemand muss in diesen Zeiten funktionieren oder perfekt abliefern wie in normalen Zeiten. Wir brauchen alle etwas mehr Nachsicht, für uns selber und für andere.

Doch für die, die mit kreativen Tools das Leben etwas erleichtern wollen, hier kommen sie…


Reflektion

Um durchhalten zu können, hilft es, innezuhalten, sich Zeit zu nehmen und zurück zu blicken. Es gibt immer etwas, was wir gut machen und was wir verbessern können. Ziel ist hier, zu lernen, um es sich künftig leichter zu machen oder Dinge bewusster zu tun. Es ist nicht Ziel, sich zu überfordern und zu zermartern, dass alles nicht reicht oder gut genug ist, was man versucht.

Beim agilen Arbeiten werden regelmäßig Retrospektiven gemacht. In Zeiten von Corona können wir sie gut für uns selber nutzen oder gemeinsam mit anderen, z.B. der Familie oder Kollegen. (Und wer sich dies in Krisenzeiten zur Gewohnheit macht, wird es auch danach nicht missen wollen.)

Die einfachste Variante, die wir oft nutzen, ist “Keep & Try”.

Wir machen uns eine Liste mit zwei Spalten.

  • Unter “Keep” schreiben wir alles, was wir bereits tun und so weitermachen sollten, weil es gut klappt oder uns gut tut.
  • Unter “Try” schreiben wir das, was wir anders machen oder ausprobieren könnten.

Wir erarbeiten uns also eine konstruktive und handlungsorientierte Liste, um künftig noch besser zu werden. Dieser Ansatz ist wertschätzend und auch sehr schön zu nutzen, um anderen Feedback zu geben.

Eine weitere einfache Reflektion ist die Methode der “4Ls”. 

Wir füllen vier Spalten oder Quadranten mit…

  • Liked: Was hat uns Spaß gemacht? Was funktionierte besser als erwartet?
  • Learned: Was haben wir gelernt? 
  • Lacked: Was hätten wir besser machen können? (“Lack“ steht für „fehlen“.)
  • Longed For: Was haben wir vermisst? 

Wer mehr Inspiration möchte: Eine wunderbare Quelle für Retrospektiven ist der Retromat

Ausblick

Vorfreude ist die schönste Freude! Also schauen wir doch auf das, worauf wir uns am meisten freuen, wenn wir uns wieder frei und ohne Angst bewegen können.

Schnell und schön können wir das visualisieren mit einem Moodboard: Gibt es etwas, was Ihr sehr vermisst oder womit Ihr Euch nach der Pandemie belohnen könnt? Sammelt dazu Bilder aus Zeitschriften, Postkarten oder Fotos und klebt oder hängt diese prominent an eine Wand in Eurer Wohnung. Ihr könnt die Stelle über die Zeit weiter verschönern (z.B. ein Rahmen mit Washi Tape) und verfeinern.
Denn: Irgendwann ist es wieder soweit!

Eine andere Variante des Moodboards, nennen wir es einfach mal das Feelboard, fokussiert mehr auf die Gefühle, die wir uns wünschen. Und das muss nicht für die ungewisse Zukunft, sondern kann auch schon fürs Jetzt sein: Wie möchten wir uns fühlen, um besser durchzuhalten? Wie können wir uns das erlebbar mache, um uns daran zu erinnern? Sucht Euch Bilder, die in Euch diese Gefühle auslösen. Das können ein Bild eines spielenden Kindes für Unbeschwertheit oder ein Strandspaziergang für Entspannung sein. Wenn Ihr Zeitschriften plündert, findet Euch vielleicht noch passende Sprüche oder Überschriften, die das ergänzen.

Klebt alles auf, was sich für Euch gut anfühlt.

Raus aus der Stagnation

Wenn Ihr Euch überfordert fühlt oder feststeckt, kann Euch eventuell dieses Tool helfen, was wir Euch zum Schluss vorstellen: Flip it! (Wir kennen es aus dem großartigen Buch “Gamestorming” von Dave Gray.)

Schön ist, dass man erstmal alle Sorgen und Bedenken rauslassen darf. In drei Schritten “flippen” wir das Negative, das an uns nagt, in positive Hoffnungen und überlegen uns, wie wir diese wahr werden lassen können.


… und natürlich gibt es noch viel mehr. Wenn Ihr noch weitere Links, Ideen oder Feedback habt, schickt sie uns gern über Instagram oder Twitter unter #CREAntäne.

Morgen gibt es einen neuen #CREAntäne Blogpost.

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