Solange wir gesund sind, können wir die Quarantäne nutzen, um unser kreatives Potenzial zu stimulieren. Wir nennen es #CREAntäne! In unserem 11. Post geht um kulinarische Kreativität: Unser Mitglied Beate Wörl schreibt über ihre Passion…


Essen gehörte schon immer zu meinen Lieblingsbeschäftigungen – und jetzt in der #CREAntäne heißt es selber kochen, wenn ich lecker essen will.

Die nachfolgenden Gerichte sind einfach, vegetarisch oder auch nicht, bunt, gut geeignet zum Vorkochen, nehmen Rücksicht auf die aktuelle Versorgungslage und sind vor allem LECKER.

  1. Gang: die beste vegane Linsensuppe aus Kärnten – herzlichen Dank an Sissy Sonnleitner.
  2. Gang: tiefgrünes, verführerisches, hausgemachtes Pesto mit Spargel und Pasta
  3. Gang: Ingeborgs großartige Mandeltarte mit Mascarponecreme

Zu jedem Gericht serviere ich Euch einige Varianten. Also viel Spaß und ich würde mich über Feedback freuen.


Sissys beste vegane Linsensuppe aus Kärnten

Zutaten (Achtung: fast alle Zutaten können ersetzt werden):

  • 2 EL Haselnussöl (oder anderes Öl, Butterschmalz, Ghee)
  • 250 g rote Linsen
  • 2 EL gehackte Schalotten (oder Zwiebeln)
  • 1 El Tomatenmark (oder Tomaten Flocken oder passierte Tomaten)
  • 1 ¼ l Gemüsebrühe (oder andere Brühe)
  • 1 Messerspitze gemahlener Koriander (Achtung: alle Gewürze können weggelassen oder durch Gewürze ersetzt werden die Ihr gerne mögt)
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 cm Vanilleschote (kaum zu glauben: schmeckt aber klasse in dieser Suppe)
  • ⅛ l Orangensaft frisch gepresst (keine Kompromisse: entweder frisch gepresst oder weglassen – dann versucht mal etwas Zitronensaft auf die Suppe zu träufeln)
  • 200 ml Kokosmilch (kann durch Sahne ersetzt werden)
  • Schnittlauch (oder ein anderes Kräutlein das Euch schmeckt)

Arbeitsschritte:

  1. Schalotten in Haselnussöl anlaufen lassen
  2. Linsen dazugeben, kurz durch rösten
  3. Tomatenmark dazugeben und ebenfalls kurz anrösten
  4. Mit Gemüsebrühe und Orangensaft aufgießen und Gewürze dazu geben
  5. Linsen weich kochen – das dauert ca. 15 Minuten
  6. Kokosmilch dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken
  7. Schnittlauch auf die Suppe (im Teller)

Das Tolle an dieser Suppe ist die Anpassungsfähigkeit an Euren Vorratsschrank und Euren Geschmack. Mein Mann behauptet, sie schmecke jedesmal anders.

Tipp zur Vorratshaltung: Falls Euch die Suppe schmeckt, könnt Ihr auch locker die doppelte Portion kochen und mit unterschiedlichen Gewürzen und Kräutern variieren. Ich esse sie sogar zum Frühstück an kalten Wintertagen. Die Suppe hält mindestens 3 Tage im Kühlschrank.

Varianten: Ihr könnt die Suppe natürlich mit Chili oder Curry anschärfen und mit den Gewürzen in alle möglichen Geschmacksrichtungen schieben. 

Viel Spaß beim Experimentieren!

Und hier noch eine spezielle Variante, basierend auf der Linsensuppe:


Oranger Suppentraum für Katrin

Zutaten:

Alles was orange ist = roten Linsen, Süßkartoffeln, Hokkaido Kürbis, frisch gepresster Orangensaft, Möhren – schaut was Ihr bekommt und mögt, Öl, Tomatenmark, Zwiebeln, Curry, Gemüsebrühe, Kokosmilch, frischer Koriander (optional)

Arbeitsschritte:

Wie oben, nach dem anrösten des Tomatenmarks, wird das Gemüse dazu gegeben (zusammen mit der Brühe und dem Saft) und alles weich kochen, danach mit der Kokosmilch pürieren und abschmecken. Mit frischem Koriander dekorieren.

Und die Variante zur Variante ist: Nehmt Sahne statt Kokosmilch und schlagt etwas Sahne leicht an, davon ein EL auf die fertige Suppe – sieht toll aus.


Grünes Frühlings-Pesto mit Spargel und Pasta

Mein Plädoyer für Spargel: Bitte kauft Spargel! Spargel ist eine reine Saisonware und die Spargelbauern müssen JETZT verkaufen. Ja, der Spargel ist dieses Jahr sehr teuer, auch weil Erntehelfer fehlen, aber ich mag ihn und finde die Spargelbauern können Hilfe gebrauchen.

Und grundsätzlich gilt das natürlich nicht nur für Spargel: Kauft bitte das saisonale Gemüse – Danke!

Zutaten Pesto selbstgemacht:

  • 200 g Bärlauch (oder Petersilie, Basilikum, Koriander, Kerbel – hab ich alles schon mal ausprobiert) 
  • 25 g Pinienkerne (oder Zedernüsse – die wie Pinienkerne aussehen, Cashew, Walnuss… bitte beachten: alle Nüsse bringen ihr eigenes Aroma mit)
  • 25 g Parmesan
  • Zitronensaft (nach Geschmack)
  • 1 Teelöffel Salz
  • 150-250 ml Olivenöl

Freestyle: Ich mache Pesto ohne Mengenangaben und schaue mir an wie die Konsistenz ist – ich glaube, jeder sollte sein eigenes Mengenverhältnis erforschen und oft probieren.

Arbeitsschritte:

  1. Bärlauch waschen, trocken schleudern in Salatschleuder (oder mit Küchenpapier trocknen) und in Streifen schneiden
  2. Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne hellbraun rösten – Achtung: Walnüsse würde ich nicht rösten, sondern so verarbeiten.
  3. Parmesan reiben
  4. Pinienkerne mit dem Stabmixer fein hacken.
  5. Die restlichen Zutaten dazugeben und zu einer sämigen Masse verarbeiten.
  6. Wenn das Pesto zu dickflüssig ist, mehr Öl dazugeben.
  7. Abschmecken mit Zitronensaft und eventuell noch nachsalzen.

Vorratshaltung: Wollt Ihr Pesto etwas länger aufbewahren, so solltet Ihr es ohne Parmesan zubereiten und es sollte im Glas die Oberfläche mit Öl komplett bedeckt sein. Aufbewahren im Kühlschrank.

Spargel zubereiten:

  • Weißer Spargel wird vor dem Kochen geschält und die Enden abgeschnitten, grüner Spargel wird nur im unteren Drittel geschält und die Enden abgeschnitten.
  • Spargel kochen:
    • Wasser zum Kochen bringen, mit 1 TL Salz,  ½ TL Zucker und einem Schuß Öl oder einem kleinen Stück Butter.
    • Je nach Dicke unterschiedlich lange gekocht – da müsst Ihr probieren und zwischen 10 und 20 Minuten ist alles möglich.
  • Nudeln, ich empfehle Tagliatelle, kochen – und das könnt Ihr echt ohne mich – also echt – wirklich – oder nicht?
  • Spargel und Nudeln nebeneinander auf den Teller und dann großzügig – und ich meine großzügig (!) – Pesto drüber träufeln, danach noch frischen Parmesan drüber reiben.

Für die Fleischfresser unter uns: ein paar Schnitzelchen oder Steaks dazu anbraten. Oder einfach Schinken auf den Teller – guten Appetit!


Ingeborgs großartige Mandeltarte mit Mascarponecreme

Zutaten:

Teig:

  • 160 g Zucker
  • 3 Eier und 4 Eigelb
  • 250 g gemahlene Mandeln
  • Zitronenabrieb
  • Messerspitze Zimt oder Tonkabohnenabrieb 
  • 1 Prise Salz

Creme: 

  • 1 Becher Mascarpone
  • Saft einer Zitrone
  • Puderzucker (nach Geschmack)

Arbeitsschritte:

  1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen
  2. Eier und Eigelbe mit dem Zucker ca 10 Minuten lang dick cremig, bisquit artig aufschlagen – Achtung dazu braucht Ihr entweder einen Küchenmaschine oder viel Geduld und ein Handrührgerät.
  3. Die gemahlenen Mandeln, Zitronenabrieb, Zimt oder Tonkabohnenabrieb und Salz vorsichtig unterrühren.
  4. Eine Backform fetten und mit Semmelbröseln (oder Mehl, oder Zucker) ausstreuen
  5. Den Teig einfüllen und die Mandeltarte auf der mittleren Schiene ca. 20-30 Minuten backen. Garprobe mit Zahnstocher machen, d.h. es sollte kein Teig am Zahnstocher hängenbleiben.
  6. Tarte abkühlen lassen
  7. Mascarpone, Zitronensaft und Puderzucker verrühren und auf der Tarte verstreichen.

Achtung: Ihr könnt die Tarte am Vortag backen und dann direkt vorm Essen die Mascarponecreme draufstreichen.

Diese Tarte hab ich auch deswegen ausgesucht, weil sie keine der aktuellen “Mangelprodukte” Mehl oder Hefe enthält. Ihr kommt mit einer Schüssel aus und wenn Ihr die Geduld beim Aufschlagen der Ei/Zuckermasse aufbringt, kann nicht viel schief gehen.


Kirsch-Gewürz-Tarte

Auch hier habe ich eine Variante für Euch vorbereitet und damit es spannend bleibt: Das hab ich selbst noch nie ausprobiert, und ich hoffe auf Testberichte von Euch.

Zutaten:

wie oben und zusätzlich dazu ca. ½ Glas Sauerkirschen (abgetropft), statt 250 g gemahlene Mandeln bitte 125 g gemahlene Mandeln und 125 g gemahlenen Haselnüsse, gemahlene Nelken, Piment (je 1 Messerspitze) und Zimt (½ TL). Wie immer: Gewürze sind Geschmackssache und Ihr könnt das auf Euren Vorratsschrank und Geschmack anpassen.

Achtung: Keine Creme, sondern Vanillesahne (= Sahne mit Zucker und Vanillemark/-pulver geschlagen) – die Sahne kommt auch nicht auf die Tarte (außer Ihr esst die Tarte auf einen Sitz auf), sondern auf den Teller.

Arbeitsschritte

Wie oben. Und nachdem der Teig in die Backform gefüllt wurde, werden die abgetropften Kirschen einzeln darauf verteilt (sie sollten im Teig versinken). Die Kirschmenge je nach Lust anpassen. 

Das Backen dauert evtl. 5 Minuten länger – bitte anstechen.


Natürlich gibt es im Internet Trillionen Rezepte.
Hier noch ein paar Spezialtipps für vegane Küche (alle auf englisch):

Wir wünschen guten Appetit!


… und natürlich gibt es noch viel mehr. Wenn Ihr noch weitere Links, Ideen oder Feedback habt, schickt sie uns gern über Instagram oder Twitter unter #CREAntäne.

Morgen gibt es einen neuen #CREAntäne Blogpost.

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