Storytelling for Innovation

Gepostet am Aktualisiert am

Ohne Storytelling keine Innovation“ war die These des ersten CREA Germany Meetups in Hamburg. Mehr als 20 Interessierte trafen sich im Afrikahaus, um zu erfahren, wie Geschichten die Grundlage jede Neuerung bilden und ihre Entwicklung vorantreiben.
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Henry Fords Kunden wünschten sich einst keine Autos, sondern schnellere Pferde. Diese vielzitierte Geschichte zeigt  vor allem, wie unsere Vorstellungskraft beeinflusst, wie weit wir in der Lage sind Neues zu denken. Nur, wenn wir uns etwas vorstellen können, dann haben wir auch die Motivation und die Richtung, in die wir unsere Anstrengungen lenken können. So sind Künstler und Autoren wie Jules Verne, Stanislaw Lem und William Gibson weniger brilliante Zukunftspropheten, als Inspiration für aktuelle und zukünftige Produkte und Dienstleistungen. Ihre Ideen inspirieren zahllose Unternehmer und Wissenschaftlerinnen in ihrer Arbeit und Forschung und sind damit der Keim für Innovation. Die wirklichen Kundenbedürfnisse lassen sich erst entdecken und verstehen, wenn wir uns in sie hineinversetzen können, wir Empathie für sie entwickeln. Am ehesten gelingt dies, wenn wir ihren Geschichten lauschen oder die Geschichten ihrer Interaktionen dokumentieren und analysieren. Geschichten sind seit Anbeginn der Menschheit das beste Mittel, um Emotionen zwischen Menschen zu kommunizieren.

Geschichten sorgen auch für das gute Ende jedes Innovationsprozesses. Um in der unübersichtlichen Vielfalt der verschiedenen neuen Ideen und Angebote überhaupt wahrgenommen zu werden, ist die Story hinter dem Produkt oder die Story, die das Produkt selber erzählt, häufig wichtiger als seine faktischen Eigenschaften. Nur so blieben sie im Gedächtnis haften, nur so entfalten sie ihren Nutzen. Menschen behalten 22% mehr Informationen, wenn sie in eine Geschichte verpackt sind. Das ist eines der Forschungsergebnisse des bekannten amerikanischen Psychologen Jerome Bruner.

Als Alternative zu eher technokratischen Prozessen wie Design Thinking lässt sich die Entwicklung neuer Ideen und Lösungen auch als Hero’s Journey (Heldenreise) erzählen und gestalten. Wenn Design die Entwicklung hin zu einem verbesserten Zustand ist, dann beschreibt die Hero’s Journey die Entwicklung des Helden zu einer verbesserten Version seiner selbst und auch der ihn umgebenden Welt. Dieses Erfolgsrezept hinter allen Bestsellern der Kulturgeschichte, seien es Homers Odyssee, Tolkien Herr der Ringe oder Star Wars, macht der Entwicklungsprozess greif- und erlebbar. Wir erzählen diese Geschichte entlang des Innovation Arcs, der eine Weiterentwicklung des Story Arcs von Katrin Elster (StrategicPlay) und Portia Tung (School of Play) ist.

Eine Kurzdarstellung und Diskussion geeigneter storybasierter Werkzeuge im Innovationsprozess, in der die TeilnehmerInnen die Werkzeuge selber entdeckten und für sich erschlossen, rundete den Workshop ab.

Das nächste CREA Germany Meetup findet am 28. Mai 2018 in Hamburg statt. Das Thema: STEP into Ambiguity.

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